Friedrichshainer Geschichtsverein Hans Kohlhase e. V.

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Tag des offenen Denkmals 7./8. September 2019 in Friedrichshain

Mit Stadtführungen und Besichtigungen soll an die sozialhistorischen Wurzeln dieses Stadtteils der einfachen Leute erinnert werden. Es werden offizielle Denkmäler, historisch erhaltenswerte Bauten, in den letzten Jahren abgerissene oder von der Vernichtung bedrohte Denkmäler Friedrichshains vorgestellt.
Die Führungen sind ein unabhängiges Forum, unabhängig von staatlichem Dirigismus und kommerziellen oder Werbeinteressen von Investoren, Religionsgemeinschaften, Parteien und Profitunternehmen.

Die Veranstaltungen des Tages des offenen Denkmals 2019 sind kostenfrei.
Ansprechpartner:
Anmeldungen
  Wanja Abramowski
Fon: 0171-2168606, 030-420 87 381
Fax: 030-420 87 381
E-Mail: Hans.Kohlhase@gmx.de
 
Der Friedrichshainer Geschichtsverein beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals am 7. und 8. September 2019 mit folgenden Führungen:

Kunst und Macht am Märchenbrunnen
Helenenhof und Knorrpromenade – versteinerter Wohnlobbyismus
Boxhagener Platz – Denkmal mit Hundewiese
Einschusslöcher an der Viehhofsmauer und auf dem Hof der Hausburgschule

Kunst und Macht am Märchenbrunnen

Beginn     Samstag, 7. September 2019, 14.00 Uhr
Sonntag, 8. September 2019, 10.00 Uhr
 
Treffpunkt     Eingang Märchenbrunnen, Friedenstraße/Am Friedrichshain
Führung     Anneliese Abramowski
Den Märchenbrunnen Ludwig Hoffmanns von 1913 prägen vor allem die Skulpturen der Bildhauer Ignaz Taschner, Josef Rauch und Georg Wrba. Sein Vorbild waren die Wassertheater italienischer Adelspaläste des 16./17. Jahrhunderts. Hoffmann bewunderte ihre Pracht und mit der lenkenden Hand Kaiser Wilhelms II. schuf er eine märchenhafte Machtarchitektur, deren rassistische Details im Gebüsch Platz fanden. Die DDR verzichtete auf die Wiederherstellung dieser dem kolonialen Denken verbundenen Skulpturen. 2007 wieder aufgestellt, wird ihre Aussage verschwiegen.
Verkehrsanbindung: M 4, M 5, M 6, M 8 (Otto-Braun-Straße) Bus 200
Für Rollstuhlfahrer geeignet: nein
Kinderprogramm: nein
Sonst zugänglich? ja

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Helenenhof und Knorrpromenade - versteinerter Wohnlobbyismus

Beginn     Sonntag, 8. September 2019, 11.00 Uhr  
Treffpunkt     Holteistraße/Helenenhof
Führung     Jenny Meyer
Dem von Erich Köhn in den Jahren 1904 bis 1906 erbauten "Helenenhof" lag nicht nur eine moderne Bauidee weiträumiger Höfe, hohe Standards der 450 Wohnungen und ein genossenschaftliches Projekt des Beamten-Wohnungs-Vereins zu Berlin zu Grunde. Der lobbyistische Charme des Helenenhofes verdeckte zugleich die sozialpolitische Macht des preußischen Staates. Die 1912 erbaute bürgerliche Knorrpromenade versuchte dieses Konzept zu kopieren. Im Bautypus und in der Alltagswelt des Wohnens sonderten sich beide vom umliegenden Arbeiterquartier als soziale Fremdkörper ab.
Verkehrsanbindung: S 5, 7, 8, 41, 42, 75, 85 (alle S-Bhf. Ostkreuz), Tram M 13 (Boxhagener Straße/Holteistraße), M 21 (Boxhagener Straße/Holteistraße), Bus 240 (Boxhagener Straße/Holteistraße)
Für Rollstuhlfahrer geeignet: ja
Kinderprogramm: nein
Sonst zugänglich? nein

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Boxhagener Platz – Denkmal mit Hundewiese

Beginn     Sonntag, 8. September 2019, 14.00 Uhr  
Treffpunkt     Krossener Straße 24 Ecke Gärtnerstraße „Feuermelder“
Führung     Uwe Feilbach
Der Boxhagener Platz war in seiner einhundertsechzehnjährigen Geschichte mit Markt, kleiner Parkanlage, Spielplatz, Eisbahn und Plansche stets eng mit seinem Kiez verbunden. Seine wechselhafte Nutzungsgeschichte markierte gesellschaftliche Umbrüche. 1903 von der Baumschule Späth als kaiserzeitlicher Stadtplatz gestaltet, orientierte sich das im Jahr 1929 von Erwin Barth realisierte Konzept an den sozialen Bedürfnissen seiner Bewohner. Stadtbehörden und Bevölkerungsaustausch machten ihn seit 1990 zur Bühne eines inszenierten Stadtviertels.
Verkehrsanbindung: Tram M 10 (Grünberger Straße/Warschauer Straße), M 13 (Gärtnerstraße/Wühlischstraße), Tram 21 (Wismarplatz), Bus 240 (Boxhagener Platz)
Für Rollstuhlfahrer geeignet: ja
Kinderprogramm: nein
Sonst zugänglich? ja

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Einschusslöcher an der Viehhofsmauer und auf dem Hof der Hausburgschule

Beginn     Sonntag, 7. September 2019, 10.00 Uhr
Sonntag, 8. September 2019, 17.00 Uhr
 
Treffpunkt     10249, Landsberger Allee Ecke Hausburgstraße
Führung     Wanja Abramowski
Ende April 1945 kam es in Berlin zu massenhaften Verbrechen der Wehrmacht und der SS an Zivilisten, Deserteuren, Zwangsarbeitern und Rotarmisten. Ein Ort dieser Exekutionen ist noch heute mit den Einschusslöchern an der Viehhofsmauer in der Hausburgstraße und auf dem Hof der Hausburgschule zu sehen. Sie widerlegen die Lüge von der "deutschen Volksgemeinschaft“ und stehen für den wichtigsten Umbruch der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert, dem Tag der Befreiung am 8. Mai 1945.
Verkehrsanbindung: Tram M 10 (Grünberger Straße/Warschauer Straße), M 13 (Gärtnerstraße/Wühlischstraße), Tram 21 (Wismarplatz), Bus 240 (Boxhagener Platz)
Für Rollstuhlfahrer geeignet: ja
Kinderprogramm: nein
Sonst zugänglich? nein

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